Die SVP Thun
Die Schweizerische Volkspartei (SVP) ging 1971 aus der Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei (BGB) und der Demokratischen Partei (DP) der Kantone Graubünden und Glarus hervor. Seit den eidgenössischen Wahlen 2003 ist die SVP landesweit stärkste Partei. In Thun ist die SVP seit 2010 wählerstärkste Stadtpartei. Damals holte sie nebst zwei Gemeinderatssitzen auch das Stadtpräsidium in bürgerliche Hände zurück.
Die SVP Thun ist seit 15 Jahren unangetastet
Zwischen 1970 und 2009 wehte in der Stadt Thun die rote Fahne: Je fünf Legislaturen lang hatten zwei Genossen das Stadtpräsidium inne. Im Gemeinderat hielt die linke Mehrheit bis 1998. Vom Wählerschwund der traditionellen Parteien erholte sich in Thun dann einzig die SVP – und saugte ab 1990 die rechtspopulistischen Splitterparteien weitgehend auf. Den Abgang eines Teils ihrer Mitglieder 2008 zur BDP hat die SVP Thun sehr gut verkraftet. 2010 wurde sie wählerstärkste Partei der Stadt. Sie holte den an die BDP verlorenen Gemeinderatssitz zurück und stellte ab 2010 nach Proporzverfahren erstmals das Stadtpräsidium – nunmehr seit 15 Jahren, mit SVP-Mann Raphael Lanz.
Drei SVP-Sitze im Thuner Gemeinderat
Zwischen 2010 und 2022 hatte die SVP Thun im Gemeinderat zwei Sitze. Seit 2023 sind es mit Raphael Lanz, Eveline Salzmann und Reto Schertenleib drei SVP-Sitze, was in der 5-köpfigen Thuner Exekutiv für eine bürgerliche Mehrheit sorgt.
Neun SVP-Sitze im Stadtrat von Thun
Im städtischen Parlament ist die SVP in der laufenden Legislatur 2023 – 2026 mit neun Stadträtinnen und Stadträten stärkste Fraktion. In der vorangehenden Legislatur (2019 – 2022) hatte die SVP Thun zehn Stadtrats-Sitze. Zwischen 2018 – 2022 waren es elf, von 2014 – 2017 zwölf und in den beiden Legislaturen 2006 – 2013 je zehn Sitze. Bei den Wahlen 2026 will die SVP im Stadtrat wieder zulegen – und neben den neun Bisherigen mindestens einen Sitz dazugewinnen.