Thuner Gemeindewahlen 2026
Die nächsten Thuner Gesamterneuerungswahlen finden am 29. November 2026 statt. Die Stimmberechtigten von Thun wählen an diesem Tag das 40-köpfige Parlament (Stadtrat), die 5-köpfige Exekutive (Gemeinderat) und das Stadtpräsidium neu. Und zwar für vier Jahre – und damit für die Legislatur 2027 – 2030. Sollte der amtierende Thuner Stadtpräsident Raphael Lanz bei den Kantonalen Wahlen am 29. März 2026 in den Regierungsrat gewählt werden, gibt es in Thun Ersatzwahlen – und zwar am 14. Juni 2026. Gewählt würde ein Mitglied des Gemeinderates (Ersatz Lanz) und der oder die neue Stadtpräsidentin (Ersatz Lanz). Beide Wahlen würden im Majorzverfahren (Mehrzeitswahlen) durchgeführt. Ein allfälliger zweiter Wahlgang wäre für den 5. Juli 2026 terminiert. Wahlvorschläge (Ersatzwahl Gemeinderat und Stadtpräsidium) müssten bis spätestens 7. April 2026 um 16.00 Uhr eingereicht werden. Die Neugewählten wären unmittelbar danach in Funktion und bis am 31. Dezember 2026 als gewählt erklärt. Die Gesamterneuerungswahlen am 29. November könnten die Ergebnisse vom 14. Juni 2026 aber nochmals auf den Kopf stellen, zumal dann nach Proporzsystem gewählt wird. Das Thuner Stimmvolk hat somit 2026 mindestens zwei Wahlgänge zu bestreiten – möglicherweise sogar vier, falls das Stadtpräsidium beide Male in einen zweiten Wahlgang geht.
Richtungsweisende Wahlen
Aufruf zur Wahlbeteiligung
SVP-Wahlziele 2026
Es werden richtungsweisende Wahlen, zumal das Stadtpräsidium neu besetzt wird und die bürgerliche Mehrheit im Gemeinderat mit aktuell drei SVP-Vertretungen verteidigt werden muss. Gemeinderat und Stadtrat werden nach Proporz-Prinzip gewählt – es sind also Verhältniswahlen. Das Stadtpräsidium indes wird im Mehrheitswahlverfahren (Majorz) gewählt. Gewählt ist, wer in den Gemeinderat von Thun gewählt wird und im ersten Wahlgang ums Stadtpräsidium das absolute Mehr oder im allfälligen zweiten Wahlgang die höchste Stimmenzahl erreicht.
Am 26. November 2026 sind alle Thuner Stimmberechtigten aufgefordert und in der Pflicht, sich an den Gesamterneuerungswahlen aktiv zu beteiligen. Gefordert sind insbesondere Wählerinnen und Wähler mit bürgerlichem Gedankengut – denn es braucht jede Stimme. Zumal es 2026 nicht nur um die politische Zukunft von Thun geht, sondern neben Gemeinderat und Stadtrat auch um eine richtungsweisende Zukunftswahl beim Stadtpräsidium. Wer also bürgerlich denkt, lebt und handelt, geht am 26. November an die Urne. Die Wahlen sind kein Selbstläufer. Zur Erinnerung: In den letzten 100 Jahren ist in Thun die Beteiligung an kommunalen Wahlen um sage und schreibe 45 (!) Prozentpunkte zurückgegangen. Noch bis Mitte der 1950er-Jahre lag sie bei 80%. Obwohl die Zahl der Stimmberechtigten in Thun zwischen 1970 und 2022 von 22'500 auf 31’434 angestiegen ist, sank dabei unerklärlicherweise die Zahl der abgegebenen Wahlzettel im selben Zeitraum von 13'953 auf 10'005 – was noch einer Wahlbeteiligung von 31,8% entspricht. Wer also für Thun lebt und hier beheimatet und stimmberechtigt ist, hat am 26. November 2026 einen Auftrag: Wählen – und zwar bürgerlich.
Das übergeordnete Wahlziel der SVP Thun für die Wahlen 2026 lautet: Verteidigung der bürgerlichen Mehrheit im Gemeinderat. Um das zu erreichen, ist die SVP Thun bestrebt, Listenverbindungen mit den anderen bürgerlichen Parteien - Die Mitte Thun und FDP Thun - einzugehen. Da die Wahlen nach Proporzsystem laufen, zählt für die bürgerlichen Parteien jede Stimme – um entsprechende Sitzgewinne zu erzielen. Für den Gemeinderat bedeutet das: Mindestens drei Sitze. Aktuell hat die SVP Thun diese drei Mandate alleine inne: Mit Gemeinderat und Stadtpräsident Raphael Lanz (Präsidiales/Stadtentwicklung), Gemeinderätin Eveline Salzmann (Sicherheit und Soziales) und Reto Schertenleib (Bau + Liegenschaften).
Die bürgerlichen Parteien setzen beim Stadtpräsidium 2026 ein Zeichen – und unterstützen gemeinsam SVP-Kandidatin Eveline Salzmann. Nach dem Verzicht von Raphael Lanz auf eine Wiederwahl soll das Stadtpräsidium über 2026 hinaus in bürgerlicher Hand bleiben – wie dies schon seit 2010 erfolgreich der Fall ist. Im Stadtrat strebt die SVP Thun mit aktuell 9 Sitzen mindestens einen zusätzlichen Sitz an. Zudem will sie wählerstärkste Partei von Thun bleiben.